Erste Hilfe

Für ihre Mitgliedsunternehmen übernimmt die Unfallkasse, zugleich Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg, die Kosten der Ersthelferausbildung im Rahmen der in der DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention" genannten Anzahl erforderlicher betrieblicher Ersthelfer.

Dazu muss vom Unternehmen die Kostenübernahme durch die Unfallkasse, zugleich Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg, beantragt werden. Danach kann die Anmeldung zur Aus- und Fortbildung der bestätigten Ersthelfer bei einer gemäß dem DGUV Grundsatz "Ermächtigung von Stellen für die Aus- und Fortbildung in der Ersten Hilfe" (304-001) Ausbildungsstelle erfolgen. Eine aktuelle Liste der ermächtigten Stellen ist unter der Adresse www.dguv.de/fb-erstehilfe  zu finden. Auf die Erste-Hilfe-Ausbildung muss spätestens nach 2 Jahren die Fortbildung folgen, die dann alle 2 Jahre wiederholt werden muss.Die Kosten der Aus- und Fortbildung rechnen die Ausbildungsstellen dann direkt mit der Unfallkasse, zugleich Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg, ab.

Die Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildung wird ab 01.04.2015 in je 9 Unterrichtseinheiten (UE) durchgeführt. Die 9 UE der Ausbildung sind zukünftig auf die Vermittlung grundlegender "obligatorischer" Kompetenzen, wie lebensrettende Maßnahmen, einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen und grundsätzliche Handlungsstrategien ausgerichtet. Einige allgemeine theoretische Themen und praktische Themen, wie z.B. Bauchverletzungen, fallen zukünftig weg. Folgende Themenbereiche werden angesprochen:

- allgemeine Verhaltensweisen bei Unfällen, Notfällen, Rettung

- Verletzungen, wie Wunden, Knochenbrüche, Prellungen und Gelenkverletzungen

- Auffinden und Versorgung einer reglosen Person (stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebung, automatisierte Defibrillation)

- Versorgung bei speziellen Störungen von Bewusstsein, Atmung, Kreislauf, wie z.B. Schlaganfall, Herzinfarkt, Elektrounfall

- temperaturbedingte Störungen und Vergiftungen

 Die 9 UE der Fortbildung orientieren auf die Bewältigung von Notfallsituationen und stellen die Praxis in den Vordergrund. Die Inhalte können zusätzlich zu den obligatorischen Themen, wie Wundversorgung, bedrohliche Blutungen, Störungen des Bewusstseins und des Kreislaufes sowie Anwendung eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED), auf den speziellen Bedarf der Teilnehmenden zugeschnitten werden. Die optionalen Themen  sind z.B.:

- Unfälle durch elektrischen Strom

- Gewalteinwirkungen auf den Kopf, Amputationsverletzungen

- Versorgung besonderer Wunden, Fremdkörper in Wunden

- Augenverletzungen

- Verletzungen im Bauchraum

- Sportverletzungen

- Knochenbrüche und Gelenkverletzungen

- Hirnbedingte Krampfanfälle

- spezielle Atemstörungen

- Sonnenstich, Hitzschlag, Erfrierungen, Unterkühlungen

- Brandverletzungen

- Verätzungen, Vergiftungen


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