Seminarprogramm 2018

Mit Helm - aber sicher!

Das gemeinsame Präventionsprojekt der Kinderneurologie-Hilfe Berlin-Brandenburg, der Unfallkasse Brandenburg und des Netzwerkes Verkehrssicherheit Berlin-Brandenburg erhält den Preis „Der Rote Ritter 2018“.

Noch ist die Vision vom Straßenverkehr ohne Tote und Schwerverletzte ein Traum. Aber mit Engagement und guten Ideen kann die Zahl der Unfälle immer weiter verringert werden.

Der Verein Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V. zeichnet alle 2 Jahre engagierte Menschen, die mit pfiffigen Ideen und nachhaltigen Projekten Kinder und Jugendliche vor Verkehrsunfällen schützen, mit dem Präventionspreis „Der Rote Ritter“ aus. Es geht darum, wirksame Projekte in der Verkehrssicherheitsarbeit bekannt zu machen und mit den guten Ideen zur Nachahmung anzuregen.

Bei der Preisverleihung am 2. November 2018 wurde diesmal auch das gemeinsame Projekt der Unfallkasse Brandenburg, der Kinderneurologie-Hilfe Berlin-Brandenburg und des Netzwerkes Verkehrssicherheit Berlin-Brandenburg aufgerufen.

Jedes Jahr erleiden in Deutschland über 70.000 Kinder unter 15 Jahren ein Schädel-Hirn-Trauma. Als wäre dies nicht schlimm genug, führt jede Dritte dieser Verletzungen zu einer dauerhaft schweren Behinderung – etwa zu Sprach- und Konzentrationsstörungen, verändertem Sozialverhalten, epileptischen Anfällen oder Lähmungen.

Genau dort setzt das Projekt „Mit Helm – aber sicher!“ an. Die Zielgruppe der über 12 Jährigen trägt eher selten einen Fahrradhelm – es gilt als uncool. Um sie davon zu überzeugen, einen Helm zu tragen, bedarf es zahlreicher guter Ansätze. Deshalb kommt das Projekt nicht mit erhobenem Zeigefinger daher, sondern bezieht die Jugendlichen mit ein.

Eine Peergroup aus älteren Schülerinnen und Schülern (Klassenstufe 9/10) erarbeitet sich eine Position zum Helmtragen, die sie den Jüngeren (Klassenstufe 7/8) vermittelt. Dazu konzipiert die Peergroup verschiedene Aktionsstände, die im Markt der Möglichkeiten die Jüngeren zum Mitmachen und nachdenken anregen. So überlegen sie sich z.B. Frisuren, die trotz Helm gut aussehen oder entwerfen neue Designs für den Fahrradhelm. Umrahmt wird der Markt der Möglichkeiten von den Aktionen der Partner, die erklären, was beim Sturz auf den ungeschützten Kopf passiert, warum der LKW-Fahrer den Radfahrer im „Toten Winkel“ nicht sieht, wie man bei Kopfverletzungen Erste Hilfe leistet, warum es für das Radfahren wichtig ist, sein Gleichgewicht zu trainieren und welche Verkehrsregeln für Radfahrer besonders wichtig sind. Dabei kommt es auf die Verbindung von Theorie und Praxis an: Verkehrsregeln kennen und den Fahrradparcour sicher absolvieren; Die Verletzlichkeit des Kopfes erkennen und in der Lage sein, Hilfe bei Verletzungen zu leisten.

Die Auszeichnung ist für die Projektverantwortlichen, Herrn Ploß, Unfallkasse Brandenburg, Frau Mross, Kinderneurologie-Hilfe, und Frau Born, Netzwerk Verkehrssicherheit, nicht nur Dank und Anerkennung sondern vor allem Ansporn, weiter zu machen und neue Ideen zu entwickeln.

Die kontinuierliche Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland ist erfolgreich, wie die seit Jahren rückläufigen Unfallzahlen zeigen. „Noch in den 1990er-Jahren verunglückten im Straßenverkehr jährlich fast doppelt so viele Kinder wie heute“, so Adalbert Wandt, Vorsitzender der „Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.“, die den Preis „Der Rote Ritter“ vergibt. Auch wenn das Tragen eines Fahrradhelms in Deutschland nicht Pflicht ist, ist es ein deutliches Signal, dass der Bundesverkehrsminister regelmäßig die Schirmherrschaft für den Präventionspreis übernommen hat.


Elektronische Unfallanzeige
D-Arzt Suche
Datenschutz
Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung

Die Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung: 0800 6050404. [mehr erfahren]