Teddy auf dem Schulweg

Umgang mit Zeckenstichen

Zecken kommen in Deutschland in allen Gegenden vor, die bis zu einer Höhe von ca. 2.000m über dem Meeresspiegel liegen. Man findet sie sowohl in freier Natur als auch in innerstädtischen Grünanlagen bis zu einer Höhe von ca. 1,5 m über dem Erdboden. Zecken werden bereits ab einer Außentemperatur von etwa 8 °C aktiv, die eigentliche Saison ist in den Monaten März bis Oktober. Zecken halten sich vor allem in hohem Gras oder im Laub sowie in Sträuchern, Büschen und im Unterholz auf. Beim Vorbeigehen werden die Zecken abgestreift und gelangen so auf die Haut von Mensch und Tier. Dort suchen sie eine passende Hautstelle. Der dann folgende Zeckenstich wird meist gar nicht wahrgenommen. Nicht die Zecke an sich ist gefährlich, sondern vielmehr die durch Zecken übertragenen Krankheiten. Die Kindertageseinrichtung bzw. Schule sollte ein einheitliches Vorgehen zum Umgang mit Zeckenstichen festlegen.

Ausführliche Informationen erhalten Sie in der DGUV Information:     Zeckenstich-Was tun.pdf (156 KB)

 

Arbeitsplatz Kita: Einfache Maßnahmen können Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten fördern

Die Arbeit in Kitas ist oft kein Kinderspiel. Ungünstige Arbeitsbedingungen, wie Lärm, Raumluft, Licht und fehlende Ergonomie, haben einen großen Einfluss auf die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit der Erzieherinnen und Erzieher. Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) hat gemeinsam mit der Unfallkasse Rheinland-Pfalz den Nachweis in einem Praxisprojekt erbracht: Laut IFA-Report "Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz Kita" fördern schon einfache und kostengünstige Maßnahmen Gesundheit und Motivation im Kita-Team und schaffen damit auch ein gesundes und lernförderliches Umfeld für die Kinder.

Die Studie "Strukturqualität und Erzieher_innengesundheit in Kindertageseinrichtungen" (STEGE) hat gezeigt: 60 Prozent des pädagogischen Personals in Kitas klagen über Muskel-Skelett-Beschwerden. Sie sind der dritthäufigste Grund für eine Arbeitsunfähigkeit. 73,3 Prozent der pädagogischen Fachkräfte in Kitas empfinden ihre Arbeit grundsätzlich als körperlich anstrengend. Optimal gestaltete Kitas sind deshalb ein wichtiger Beitrag, damit gesunde Kita-Beschäftigte gute Erziehungsarbeit leisten können.

"In mehreren Vorläuferprojekten hatten wir bereits Maßnahmen identifiziert, die zum einen Muskel-Skelett-Belastungen im Kita-Alltag erfolgreich vorbeugen", sagt Professor Rolf Ellegast, stellvertretender Leiter des IFA und Projektverantwortlicher. Zum anderen habe man auch Stellschrauben entwickelt und erprobt, mit denen sich Belastungen durch weitere Faktoren, nämlich Akustik, Raumklima und Beleuchtung, reduzieren lassen.

Alle im Vorfeld gesammelten Erkenntnisse sind in die Gestaltung einer so genannten Musterkita eingeflossen, die von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz und einem städtischen Träger in Neuwied realisiert wurde. Das IFA-Projektteam erhob den Status quo der Belastungen vor Projektstart, begleitete die Planungs- und Bauphase und ermittelte die Arbeitssituation der Beschäftigten nach erfolgter Grundsanierung und Teilneubau. Dabei kamen Messungen und Befragungen gleichermaßen zum Einsatz.

Ellegast: "Ob in puncto Lärm, Licht, Klima oder Ergonomie, wir konnten zeigen, dass die Maßnahmen die Arbeitssituation der Erzieherinnen verbessern und dass die Betroffenen das auch so empfinden, teils natürlich in unterschiedlichem Maße."

Oft helfen schon einfache Dinge: Schadstoffarme Baustoffe und Möbel verbessern von vornherein die Raumluft. Einfach nachzurüstende Akustikdecken verringern den Geräuschpegel und tragen so zu einer entspannten Arbeitsatmosphäre bei. Der punktuelle Einsatz von Stehlampen hilft bei besonderen Sehaufgaben wie Dokumentationsarbeit. Leichte und rollbare Möbel, zargenfreie Tische und höhenverstellbare Rollhocker schonen Rücken und Gelenke der Kita-Beschäftigten.

Ellegast: "Vor allem mit Blick auf die körperlichen Belastungen ist es außerdem wichtig, nicht nur die Rahmenbedingungen zu verbessern, sondern das Personal für ein gesundheitsgerechtes Verhalten zu sensibilisieren und zu schulen. Und ganz grundsätzlich gilt: Beziehen Sie alle Beteiligten in den Prozess ein. Dann steigt die Erfolgswahrscheinlichkeit!"

Die Ergebnisse aus dem Praxisprojekt sollen zusätzlich in die Weiterentwicklung von Kita-Mobiliar einfließen und in Form neuer Lehrmodule die Ausbildung des pädagogischen Fachpersonals ergänzen.

Weiterführende Informationen zum Thema:

• Report bestellen / herunterladen: www.dguv.de , Webcode: d1109553

• Ergonomie in Kitas: www.dguv.de , Webcode: d118468

 

Mobile Version Unterrichtsraum online

Der Unterrichtsraum in der Sicheren Schule ist nun ebenso wie die Sporthalle mobil erreichbar.

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Verborgene Gefahren für Schulkinder Was kleine Kratzer verraten können

Ein Schulkind stürzt auf dem Weg zum Pausenhof. Ein Kratzer. Ein Pflaster. Fertig? Nein. Jeder Unfall kann Hinweise auf verborgene Gefahren im Schulalltag geben. Daher ist es im Interesse der Schule und ihrer Schützlinge, nicht nur Unfälle zu dokumentieren, die einen Arztbesuch erfordern. Auch Bagatellunfälle, die im täglichen Schulbetrieb aufkommen, sollten aufgezeichnet werden, empfiehlt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).

„Winzige Kratzer können Anzeichen für defekte Gegenstände im Schulgebäude, die Missachtung von Sicherheitsbestimmungen oder für Raufereien sein“, sagt Katja Seßlen, stellvertretende Abteilungsleiterin Bildungswesen der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB). „Auch Vorfälle, die bislang noch selten auftraten, aber in Zukunft vermeidbar wären, können daran abgelesen werden, sofern man ihre Ursache dokumentiert hat und dadurch kennt.“

Die Dokumentation der Bagatellverletzungen gibt neben den Namen der Zeugen und Ersthelfer unter anderem den Unfallzeitpunkt an. Sprich: Der Zusammenhang zwischen Unfall, Versichertem und versicherter Tätigkeit kann auch nachgewiesen werden, wenn sich eine kleine Verletzung zum Beispiel durch Infektion verschlimmert und dadurch erst später ein Arztbesuch notwendig wird. Somit kann auch rückwirkend eine Unfallanzeige erstellt und der Fall als „Schulunfall“ anerkannt werden. Letztlich lässt sich auch der Verbrauch an Verbandmaterialien über diese Aufzeichnungen feststellen. „Ein eventueller Schwund erfordert eine rechtzeitige Neubeschaffung. Denn Erste Hilfe darf niemals an fehlendem Material scheitern“, sagt Seßlen.

Schulleitungen sind verpflichtet, das Unfallgeschehen an der Schule zu dokumentieren, um daraus für die Zukunft geeignete Präventionsmaßnahmen abzuleiten. Nach jedem Unfall, bei dem ein Arztbesuch nötig ist und Kosten für Transport, Arzt, Untersuchung und Behandlung entstehen, muss der Unfallversicherungsträger innerhalb von drei Tagen eine Unfallmeldung erhalten. Das Formular der Unfallanzeige ist bei den meisten Unfallversicherungsträgern online als Download erhältlich, meist kann die ausgefüllte Unfallanzeige auf digitalem Weg zurückgeschickt werden.

Ausführliche Tipps und eine Checkliste, wie Unfallanzeigen und Bagatellunfälle durch die Schulleitung am besten dokumentiert werden, enthält die erste Ausgabe der Präventionszeitschrift „pluspunkt“ der DGUV. Sie erscheint in neuer, frischer Optik. Inhaltlicher Schwerpunkt ist das Thema „Bewegung und Lernen“.

Weiterführende Informationen zur Dokumentation von Bagatellunfällen bietet die DGUV Information 204-021, abrufbar unter publikationen.dguv.de; Suchbegriff 204-021.

Die DGUV pluspunkt gibt es kostenlos zum Lesen und Downloaden unter: https://www.dguv-lug.de/magazin-dguv-pluspunkt/aktuelle-ausgabe/

DGUV pluspunkt

"DGUV pluspunkt" ist das Magazin für sichere und gesunde Schulen. Reportagen, Interviews und Hintergrundinformationen bieten Wissenswertes zum Thema. "DGUV pluspunkt" erscheint vierteljährlich in einer Auflage von rund 80.000 Exemplaren.